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DREI BEREICHE FÜR DIE KUNST IM RAHMEN DER LGS

2024|06 DER KUNSTBEIRAT DER LANDESGARTENSCHAU 2026 IN ELLWANGEN STELLT SEINE KONZEPTION FÜR DIE PROFESSIONELLE KUNST VOR

„Wir wollen im Zuge der Landesgartenschau das Gelände und auch die Innenstadt mit Kunst bespielen“, betont LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny. Um dies mit möglichst hoher Qualität zu schaffen, wurde ein Beirat „mit hoher fachlicher Kompetenz“ ins Leben gerufen, der nun ein Konzept entwickelt hat. Künstler, Kunsterzieher und Ellwanger Kunstvereins-Kurator Ulrich Brauchle, Ines Mangold-Walter, Vorsitzende des Aalener Kunstvereins und Regionalmanagerin Kultur des Ostalbkreises, und Ellwangens Kulturamtsleiter Dr. Anselm Grupp stellten beim Pressegespräch die drei Hauptkomponenten vor, für die sie bereits in der Auswahl der Künstler und Arbeiten sind. Klares Ziel ist eine regionale Auswahl mit Bezug zu Ellwangen und der Ostalb professionell im Kunstsektor arbeitender Aussteller zu finden.

Skulpturenpark an der Jagst: Vom Brückenpark am linken Jagstufer entlang parallel zum Mühlgraben soll auf 300 bis 500 Metern Richtung Schrezheim ein Park mit etwa zehn Arbeiten entstehen, erläutert Brauchle. „Das soll ein klar abgetrennter Bereich sein“, sagt Brauchle, in dem „hochkarätige, museale, zeitgenössische Kunst“ präsentiert werden soll. Die Werke könnten skulptural, figürlich oder auch als Installation angelegt sein und sollen als Leihgaben gegen ein Künstlerhonorar zur Schau aufgestellt werden. „Vielleich ergeben sich 2026 daraus noch Ankäufe oder es finden sich Sponsoren, die mehr möglich machen“, sagt Brauchle.

Ausstellungen im Palais Adelmann und dem Palais-Garten: Für Grupp ist die Aktivierung der Innenstadt wichtiges Anliegen, weshalb die Verwaltung für die Dauer der LGS das Palais Adelmann für die Bespielung mit Kunst zur Verfügung stellt. Der erfahrene Galerist und Grafiker Bernhard Maier wird die Ausstellungen als „KIPA – Kunst Im Palais Adelmann“ kuratieren. Alfred Basts „Naturikonen“, Eckhart Dietz, Karl-Heinz Knödler und Helmut Esdar sowie weibliche Kunst von „Emma Schlette bis Yoko Ono“ sollen gezeigt werden. Eine Abschlussausstellung soll zudem die Lilie inszenieren und dabei die Besucher in die Gestaltung aktiv mit einbeziehen. Grupp und Maier planen zudem eine Belebung des Palais-Garten im Schauhalbjahr mit verschiedenen Formaten. „Die Veranstaltungsreihe ‚Sommer in der Stadt‘ wird es ja auch im Jahr 2026 geben“, sagt Grupp.

Kunstpavilion auf dem Gelände: Ines Mangold-Walter wird einen mobilen ehemaligen Baucontainer des Ostalbkreises auf die Ellwanger Schau holen, der zu einem Atelier umgebaut wurde. Dort sollen sich im wöchentlichen Wechsel Künstler bei der Arbeit zeigen können, von Malerei und Bildhauerei auch zu Grafikern oder Fotografen sollen Zugang zu ihrem Schaffen vermitteln. Die genaue Position werde noch definiert, sagt LGS-Geschäftsführer Nils Degen, der das Gesamtkonzept lobt, weil es sich auch gut in den Gesamtklang der Durchführungsplanung einpasse.

Weitere Überlegungen seinen die Einbeziehung des schönen Grabens, sowie Präsentationsflächen für Hobby-Künstler und Kunsthandwerker, die in diesem Konzept explizit nicht adressiert seien, erläutert Brauchle. Oberbürgermeister Michael Dambacher kommentiert: „Kunst und die LGS stehen im Einklang. Die Landschaft wird von den Architekten geformt und regionale Partnerschaften sorgen für die Kunst.“ Die LGS biete „eine Bühne, die Region in all ihren Facetten bestmöglich zu präsentieren“. Die Kunst werde die öffentlichen Räume aufwerten.

Pressegespräch zum Thema "Kunst und LGS". An der Stirnseite der Kunstbeirat mit v. l.: Dr. Anselm Grupp, Bernhard Maier, Ulrich Brauchle und Ines Mangold-Walter.
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