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Relais Landschaftsarchitekten planen die Ellwanger LGS 2026

Seit 2018 das Land Baden-Württemberg die Landesgartenschau 2026 an Ellwangen vergeben hat, wurde viel erreicht, geplant und auch schon umgesetzt. Maßgeblicher Startpunkt für die Planung und den Bau der Daueranlagen, also der Geländegestaltung im künftigen LGS-Areal, die dauerhaft in Ellwangen bleibt, war ein europaweit ausgeschriebener Planungs- und Realisierungswettbewerb, an dem sich Im Sommer 2020 elf namhafte Büros aus ganz Deutschland beteiligten und ihre Entwürfe eingereicht hatten. Am 14. September 2020 trat im Ellwanger Rathaus ein topbesetztes Preisrichtergremium unter Preisgerichts-Vorsitzendem Stephan Lenzen zusammen, um daraus die besten Arbeiten zu prämieren. Der dritte Platz und ein zusätzlicher Anerkennungspreis für die Gestaltungsideen des Korrespondenzbereiches Innenstadt wurde an das Münchner Büro lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh vergeben. Den zweiten Platz erhielt das Büro hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin. Der einstimmig vergebene erste Platz aber ging an das Büro relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB aus Berlin. Deren Konzept, neben der reantuierten Jagst, einen innenstadtnahen Stadtpark zu entwickeln überzeugte die Preisrichter auf ganzer Linie.

Am 15. September wurden die Ergebnisse des Wettbewerbs im Beisein von Marianne Mommsen, Inhaberin relais LA, der interessierten Öffentlichkeit, dem Gemeinderat und der Presse vorgestellt. Seither wurden vom Planungsbüro die Pläne der Daueranlage verfeinert und fortgeschrieben, unter ständigem Austausch und Eibeziehung vieler Projektbeteiligter und auch den in der Nachnutzung beteiligten Vereinen und Institutionen. Im südwestlichen Areal des Geländes, das sich in der Jagstaue bis an das Sportgelände Schrezheim erstreckt, wird ein großer Naturraum mit Jagsschleifen und Auwald ausgestaltet, in dem der Mensch mit Respekt und nur als Besucher auftritt. In Richtung der Stadt hin wird immer mehr Zugang zum Fluss und spielerisches Erleben der Natur in den Vordergrund rücken. Auf Höhe des Ellwanger Wellenbads wird dann der direkte Zugang zum Gewässer mit einem Stadtstrand ermöglicht, der direkt an die innenstadtnahe Parkfläche im Herzen des Areals angrenzt. Unter der Autobrücke der B290 wird ein belebter Brückenpark entstehen, mit vielen Spielangeboten und einem Neubau für das Jugend- und Kulturzentrum.

Im Herbst 2022 wurden erste Vorarbeiten begonnen, im Januar 2023 startete die LGS Ellwangen GmbH in den Baustellenbetrieb durch. Seitdem wurde im Areal viel geschaffen. Die realis Landschaftsarchiteken begleiten die Umsetzung und wurden im Zuge der weiteren Entwicklung auch mit der Durchführungsplanung für die Landesgartenschau in Ellwangen vom 24. April bis 4. Oktober 2026 beauftragt. Die Ausgestaltung der 164 Schautage und die räumliche Anordnung der Ausstellung im Areal stehen derzeit im Fokus der Planung.

Das Preisgericht kürte das büro relais Landschaftsarchitekten von Marianne Mommsen (Vierte v. l.) zum Sieger des landschaftsarchitektonischen Planungs- und Realisierungswettbewerb zur Landesgartenschau in Ellwangen 2026.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs und der Siegerentwurf wurden der interessierten Öffentlichkeit, dem Gemeinderat und der Presse vorgestellt.
Beim Kolloquium zum Wettbewerb am 2. Juni 2020, inmitten der Corona-Pandemie, nahmen über 20 namhafte Landschaftsarchitektur-Büros aus ganz Deutschland teil.