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VERKEHRSSICHERHEIT GEHT VOR

02|2024 IM BEREICH DER BAHNHOFSTRASSE MÜSSEN KRANKE BÄUME ENTNOMMEN WERDEN. VIER AKAZIEN SIND VON PILZEN BEFALLEN, EINE ULME BEREITS ABGESTORBEN

Die Wegführung vom Ellwanger Bahnhof und Busbahnhof in Richtung Innenstadt und weiter zum Landesgartenschau-Areal soll durch eine Neubepflanzung als grüne Leitlinie gestaltet werden. Bereits im laufenden Jahr soll die Neubepflanzung erfolgen. Zunächst werden aber vier kranke Akazien in der Bahnhofstraße entnommen werden: Die Bäume sind von Pilzfäule befallen und dadurch auch nicht mehr verkehrssicher, weil Äste abbrechen könnten oder der gesamte Baum bei Sturm fallen könnte. So wird auch im Bereich der Gleisanlagen am Bahnhof eine abgestorbene Ulme gefällt werden.

Der städtische Baumkontrolleur Felix Rettenmeier hatte bereits Ende November im Ausschuss für Bau- Umwelt- und Verkehr angekündigt, dass im gesamten Stadtgebiet aus Verkehrssicherheitsgründen 22 Bäume entnommen werden müssen. Zudem werden in den kommenden Tagen auch einzelne Bäume im Bereich des Mühlgrabens entnommen, die im Bereich der Fundamente der künftigen Fuß- und Radwegeüberführung stehen.

 

Diese Akazien müssen gefällt werden.
Die Stämme sind morsch.
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„LUST AM WANDEL“: DAS KONZEPT FÜR DIE AUSSTELLUNG STEHT

02|2024 DAS AUSSTELLUNGSHALBJAHR IN ELLWANGEN SOLL VIELE ANREGUNGEN UND ANTWORTEN AUF DIE FRAGE FINDEN, WIE WIR LEBEN WOLLEN

Als Daueranlage wird die Geländegestaltung zur Landesgartenschau 2026 in Ellwangen bezeichnet, also der Teil, der nach dem Schauhalbjahr erhalten bleibt. Der Bau wird bereits umgesetzt, die Planungen rücken entsprechend weiter: Gemeinsam mit den relais Landschaftsarchitekten Berlin, dem Büro, das auch schon die Daueranlage geplant hat, wurde ein Konzept entwickelt, wie das Ausstellungshalbjahr in Ellwangen gestaltet werden soll. „Wir haben Briefmarken, wie Platzhalter, über das Areal verteilt und mit den jeweiligen Ausstellern vorabgestimmt, damit sich eine thematische Ordnung ergibt und jeder einen Platz erhält, der ihm gefällt“, erläuterte Nils Degen, Geschäftsführer der LGS Ellwangen GmbH, als das Konzept beim Pressetermin vorgestellt wurde. „Wir wollen die Vielfalt Ellwangens und seiner Raumschaft widerspiegeln und mit vielen beteiligten Institutionen ein Erlebnis der besonderen Art schaffen“, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher.

Stefan Powolny, LGS-Geschäftsführer, stellte die Leitidee und das Leitbild vor, unter dem nun auch die Aussteller ihre jeweiligen Beiträge entwerfen werden. „Angesichts der globalen Umstände werden Veränderungen und Anpassungen von uns gefordert, die eher für Frust sorgen. Wir wollen dem positive ‚Lust am Wandel‘ entgegensetzen und auf vielfältige Art der Frage nachgehen, wie wir eigentlich in Zukunft leben wollen“, sagte Powolny. Der neue Jagstverlauf, der dem Naturschutz und der Artenvielfalt diene, den Hochwasserschutz neu denkt und dabei einen tollen Naturerlebnisraum schafft, nennt er beispielsweise. Gartengestaltung könne für positive Begegnungsräume sorgen. Kirchen, Vereinsvertreter, grüne Gewerke: Alle sollen in der Ausstellung Angebote und Antworten aus ihrer jeweiligen Perspektive präsentieren.

Dabei gliedert sich die Ausstellung thematisch passend zur Daueranlage, wie Nils Degen vorstellte. Von der Ankunftssituation am Bahnhof und Omnibusbahnhof soll florale Gestaltung leitend wirken, über die Innenstadt mit der Blumenhalle in den Kirchen am Marktplatz, hin zum Haupteingang auf dem Brückenpark, mit vielen Spielangeboten und dem Treffpunkt Baden-Württemberg. Urbane Inhalte sowie die Hauptgastronomie und eine große Veranstaltungsbühne finden sich im Bereich des Schießwasens, am Campingplatz soll ein Länderdreiklang Ellwangens mit den Partnerstädten Langres (Frankreich) und Abbiategrasso (Italien) entstehen. Weiter Richtung Rotenbach werden Beiträge der Kirchen, Landfrauen, Gartenbauvereine und andere ruhigere Themen unter dem Stichwort „Allmende“ Platz finden. Im Auenpark sollen BUND, NABU, Forst BW und das grüne Klassenzimmer gerade auch jüngere Besucher didaktisch ansprechen. Mit Zu- und Ausgängen in Rotenbach, Schrezheim und auf dem Brückenpark wird geplant, Gastronomieangebote soll es auch am Stadtstrand, auf der Parkterrasse am Campingplatz sowie im Bereich des Auenspielplatzes geben. Entlang der Jagst wird eine Kunstmeile zurück zum Brückenpark führen.

„Das Konzept ist ein Arbeitsstand, den es nun im Wechselspiel mit allen Beteiligten weiterzuentwickeln gilt“, sagte Degen. 2024 wird nun die Planung der Ausstellung vorangetrieben, die nötige Infrastruktur muss in den Boden, alles „so gut wie möglich und so flexibel wie nötig“ vorbereitet sein, damit 2025 die Aussteller ihre Beiträge aufbauen können. Für die Planer wird dann 2025 der „Betrieb“ in den Fokus rücken, wie die 164 Ausstellungstage gestemmt werden können. Die Bürgerbeteiligung – als ehrenamtliche Helfer sowie im Programm – wird dann eine tragende Rolle spielen, für die die Geschäftsführer und der Oberbürgermeister schon jetzt werben.

So berichtet die Ipf- und Jagst-Zeitung darüber.

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DAS GESAMTE LGS-AREAL IST ALS BAUSTELLE ABGESPERRT

01|2024 DIE GESPERRTEN WEGBEZIEHUNGEN SIND AUFGRUND DES BAUSTELLENVERKEHRS NOTWENIG UND DIENEN DER VERKEHRSSICHERHEIT. FUSSWEG WIRD ALS BAUSTRASSE GENUTZT

Auch wenn es viel Unmut gibt – vor allem bei den Anwohnern des Areals zur Landesgartenschau 2026 in Ellwangen aus den Teilorten Rotenbach und Schrezheim – sind die gesperrten Wege auf der Baustelle unausweichlich, das stellen die Geschäftsführer der LGS Ellwangen in einer Pressemitteilung klar. „Wir wollen doch niemanden schikanieren oder ärgern“, sagen Nils Degen und Stefan Powolny, die durchaus auch Verständnis für den Unmut über die längeren Umwege, vor allem für Fußgänger haben. „Aber es ist aus verkehrs- und versicherungstechnischer Sicht schlicht nicht möglich, Fußgänger und Radfahrer im Baustellenbetrieb zuzulassen“, sagen sie klar. Grundlage für die Sperrungen sei die Anweisung des Sicherheits- und Gesundheitskoordinators, der als externer Experte die Baustellensituation beurteilt.

Auch wenn witterungsbedingt in den vergangenen Wochen um den Jahreswechsel wenig Betrieb auf der Baustelle war, so sei der Takt nach wie vor hoch und die Baufirmen stets bereit, die Arbeiten aufzunehmen, wenn das Wetter mitspielt. In den Bereichen der rückgebauten Brücken stehen Fundamentarbeiten für die Neubauten an, zudem ist auf dem bereits geräumten Campingplatz schon die Baustellen-Einrichtung vor Ort: Beide Aufgaben wird die Ellwanger Bauunternehmung Hans Fuchs ausführen und dabei den Weg am Wellenbad als Baustraße nutzen. „Die Hochbauarbeiten am Campingplatz werden jetzt begonnen, der Weg am Wellenbad wird später zurückgebaut“, erläutert Nils Degen, warum diese Querverbindung auch nicht temporär nutzbar gemacht werden könne.

Für alle Sperrungen und Wegführungen brauche die LGS als Bauverantwortliche, beziehungsweise die beauftragten Firmen, verkehrsrechtliche Anordnungen, die die Wegenutzung rechtlich klären, auch das mache kurzfristige Ansinnen schwer umsetzbar.

Der Weg zwischen Wellenbad und Campingplatz kreuze vor der Brücke zum Mühlgraben zudem die Baustraße, auf der durch die anstehenden Uferarbeiten viel Betrieb herrschen wird. Es gebe keine Beleuchtung, eine denkbare Querung der Baustraße müsse barrierefrei hergestellt werden, weshalb die Forderung nach Zwischenlösungen ins Leere laufe.

Man habe intern alles diskutiert und immer wieder hinterfragt, komme aber zu keiner anderen Lösung, schließlich stehe auch der finanzielle Aufwand zur Debatte. „Wir legen neue Wege an, die alle Wegbeziehungen von den Teilorten zur Stadt wieder ermöglichen werden“, betonen die Geschäftsführer, die zudem darauf verweisen, dass sich schon im Ausstellungshalbjahr, also ab April 2026, durch Zugänge in Schrezheim und Rotenbach für Dauerkarteninhaber wieder Möglichkeiten zur Passage des Areals ergeben.

Am Campingplatz im LGS-Areal beginnen die Hochbauarbeiten, die großen Maschinen stehen schon bereit und werden ab Mittwoch den Weg am Wellenbad als Baustraße nutzen.
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UMFANGREICHE NATURSCHUTZMASSNAHMEN BEI DEN BAUARBEITEN ZUR LANDESGARTENSCHAU

01|2024 FAST 11.000 TIERE WURDEN IM ZUGE VON NATURSCHUTZMAßNAHMEN BEREITS GERETTET UND UMGESIEDELT

Es geht voran auf dem zukünftigen Gelände der Landesgartenschau. Die Ellwanger Bürgerinnen und Bürger können die Fortschritte auf der Baustelle sogar aus der Ferne sehen: die großen Erdhügel, die neu gestalteten Jagstschlaufen oder die eingeschotterte Parkfläche unter der B290. Was dabei gerne aus dem Blick gerät sind die vielen kleinen und sehr kleinen Lebewesen auf dem Landesgartenschaugelände.

21 Fisch-, 6 Muschel-, 39 Vogel- und 12 Fledermausarten kommen regelmäßig auf dem Gebiet zwischen Schießwasen und Schrezheim vor, dazu noch verschiedene Reptilien und Amphibien wie Ringelnattern und Molche. Ramona Baur ist bei der LGS Ellwangen 2026 GmbH Projektleiterin für den Artenschutz und beschäftigt sich damit „wie diese Artenvielfalt geschützt und erhalten werden kann. Diese Frage steht bei uns vor jedem nächsten Schritt auf der Baustelle im Raum.“

Im vergangenen Jahr setzte die LGS GmbH in Zusammenarbeit mit beratenden Büros viele kleinere und größere Maßnahmen um, damit die Eingriffe in diese Lebensräume durch die Bauarbeiten so geringe Auswirkungen wie möglich haben. So wurden bei der Trockenlegung des Mühlgrabens und der Absenkung der Jagst knapp 10.000 Fische abgefischt und 2.200 Muscheln geborgen und an anderer Stelle in der Jagst wieder ausgesetzt. „Hier arbeiten wir eng mit dem ‚Büro am Fluss‘ aus Wendlingen am Neckar zusammen“, so Baur, „die uns nicht nur bei der Abfischung sondern auch bei der Amphibienumsiedlung an der Eiswiese unterstützt haben.“ Da Teile der Eiswiese künftig dem Campingplatz zugeschlagen werden und die Fläche des Biotops näher an die Jagst heranrückt, sammelten ca. 25 Ehrenamtliche während der Amphibienwanderung im Frühjahr fast 4.500 Molche und Frösche dort ein und setzten sie in neuen Habitaten aus. Unterstützung erhielt das Büro am Fluss bei den Abfischungen und der Bergung der Muscheln von den örtlichen Angelvereinen.

Für die Fledermäuse und Vögel, die durch die Baumfällarbeiten teilweise ihre Quartiere und Brutmöglichkeiten verloren haben, wurden insgesamt 160 Nistkästen aufgehängt, die unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum (Juze) Ellwangen und Ellwanger Schulen entstanden sind. Zudem baute das Juze zehn Greifvogelansitzstangen, die im Gelände aufgestellt wurden.

Auch bei den unausweichlichen Baumentnahmen wird auf die Weiterverwendung der Materialien geachtet. „Die gefällten Bäume bleiben im Gelände, unter anderem als Uferbefestigung in sogenannten Engineered Log Jams“, führt Baur aus. Bei dieser ingenieurbiologischen Sicherungsbauweise werden Stämme ähnlich natürlichen Anschwemmungen zur Definierung von Uferzonen eingebaut. Alternativ werden die Stämme in den geplanten Totholzpyramiden und -lagern genutzt, die bis zum Start der Landesgartenschau erstellt werden. Die Hölzer mit Hohlräumen bieten in Zukunft wiederum verschiedenen Tier-, Pflanzen- und Insektenarten neuen Lebensraum.

Wo es möglich war, wurden große Bäume umgepflanzt, acht Stück wurden mit einem Spezialgerät auf Basis eines 40 Tonners ausgehoben und im Gelände an anderer Stelle wieder eingesetzt. Zudem werden 1.000 neue Bäume als Hochstämme auf dem gesamten Gelände gepflanzt, wobei die Stecklinge und Gehölzpflanzungen für den Auwald im Uferbereich des neuen Jagst noch gar nicht mitgerechnet sind. Hier werden es tausende junge Bäume sein, die im Areal wachsen werden.

Sämtliche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz sind Teil des Genehmigungsverfahrens zur Jagstumgestaltung und werden vom Ellwanger Büro „Stadtlandingenieure“ koordiniert und begleitet. Mit diesen Maßnahmen soll der Übergang von der kanalisierten zur naturnahen Jagst für die Natur so schonend wie möglich gelingen. Baur ist überzeugt: „Nach Abschluss der Bauarbeiten haben Tiere, Pflanzen und Insekten ein riesiges Biotop rings um die Jagst. Die neu gestaltete Jagstaue wird ein großer Gewinn für Ellwangen und die Natur!”

 

Ehrenamtliche Unterstützung bei der Absammlung der Amphibien.
Sogar die 3-jährige Lena half mit.
Entlang des Zauns wurden Eimer im Boden versenkt, aus denen die Tiere dann abgesammelt wurden.
Muschelsuche am Flussgrund.
Auch mehrere Abfischungen wurden durchgeführt.
Ein Molch.
Auch Ringelnattern wurden umgesetzt.
Frösche und Kröten.
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LGS-ZEITFENSTER: 24. APRIL BIS 4. OKTOBER 2026

12|2023 VON 24. APRIL BIS 4. OKTOBER: FÜR DIE AUSSTELLUNGSDAUER HAT SICH DER AUFSICHTSRAT ENTSCHIEDEN

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH noch einmal getagt und dabei einen wichtigen Beschluss gefasst: Die Landesgartenschau soll im Jahr 2026 von 24. April bis 04. Oktober in Ellwangen ihre Türen öffnen. Damit werden 164 Ausstellungstage angeboten, wobei die finale Festlegung auf Uhrzeit und Wochentag zur Eröffnung noch variieren kann. „Es wird immer konkreter, auf was wir hinarbeiten und das ist ein schönes Gefühl“, sagen die LGS-Geschäftsführer Nils Degen und Stefan Powolny.

Während im Areal die Gestaltung der Daueranlage, also die Veränderung, die über 2026 hinaus für Ellwangen erhalten bleibt, vorangetrieben wird, laufen parallel die Durchführungsplanungen: Darin wird nun festgelegt, was im Ausstellungszeitraum wo auf dem Areal stattfindet. Welche Aussteller erhalten welche Flächen, wo werden Kassen, Ein- und Ausgänge, Gastronomieangebote, Bühnenbereiche und dergleichen mehr platziert. Auch wird derzeit ein Leitsystem entwickelt, das am Kalten Markt erstmals im Detail öffentlich vorgestellt wird. „Wir sind vom 7. Bis 10. Januar mit einem großen Messestand und wechselndem Personal im Zelt B vertreten und freuen uns auf Besucher“, sagt Powolny. Am Montag, 7. Januar, 18 bis 20 Uhr, lädt die LGS-GmbH dabei zum exklusiven Gesprächsaustausch nach dem Messetrubel: Bei der Standparty werden alle LGS-Mitarbeiter als direkte Ansprechpartner vor Ort sein und auf Fragen der Besucher bei kleinen Häppchen zur Verfügung stehen.

Weitere wichtige Schritte in der Vorbereitung der Durchführungszeit sind neben der intensiven, laufenden öffentlichen Information auch die Themen „Ehrenamt“, „Vertrieb“, „Sponsoring“ und „Veranstaltungen“. In allen vier Bereichen gibt es personelle Verstärkungen und es werden derzeit Konzepte entwickelt, blicken die Geschäftsführer voraus. Ab Mitte des Jahres werden wir dann auch damit beginnen ehrenamtliche Helfer anzusprechen und zu binden. Ein ganz wichtiger Termin steht für das Jahr 2024 auch bereits fest. Die Fahnenübergabe in Wangen am 6. Oktober 2024 – ab dann fokussiert wirklich alles auf den Sommer 2026.Wir sind in allen Themenfeldern – auch im Vergleich mit anderen Landesgartenschauen – zeitlich absolut im Soll und wollen weiter mit Tempo dranbleiben“, so die Geschäftsführer.

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WIE DIE LGS IN DER INNENSTADT PRÄSENT WIRD

12|2023 KINDERSPIELPLATZ IM SCHÖNEN GRABEN WIRD EIN WICHTIGER LGS-VERWEIS

Die Landesgartenschau 2026 soll in Ellwangen auch in der Innenstadt bemerkbar werden, das ist erklärter Wunsch der politischen Gremien. Zur Stärkung der Verbindung zwischen Schauareal und historischer Innenstadt sollen verschiedene Maßnahmen realisiert werde, was jüngst im Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten vorgestellt wurde. Wichtigster Baustein ist die grundlegende Aufwertung des Kinderspielplatzes im Schönen Graben, die vom Münchener Büro Lohrer.Hochrein ausgearbeitet wurde. Der Spielplatz ist zum einen in die Jahre gekommen, zum anderen aber an einer strategisch bedeutsamen Position, um die Innenstadt zu queren: Vom LGS-Areal über den Marktplatz mit der Blumenhalle in den Vorräumen von Basilika und Stadtkirche bis ans Ende des Schönen Grabens werden dadurch markante LGS-Verweise gesetzt.

Zusätzlich werden temporäre Aktionen und Pflanzungen im Stadtbild auf die Landesgartenschau aufmerksam machen. Im Bahnhofsvorbereich werden schon im Jahr 2024 Beete und Grünflächen in einer Gesamtkonzeption neu bepflanzt. So soll der Zuweg vom ZOB und Bahnhof als zentrale Anlaufstelle für öffentlichen Nahverkehr in Richtung Innenstadt und LGS-Areal einheitlich und einladend gestaltet werden. Dafür wurde das Atelier Martin Weik, Pflanzplaner-Landschaftsarchitekt-Gartenplaner, aus Gschwend-Waldhaus beauftragt. Die Pflanzung wird jetzt angelegt, damit bis 2026 schon gewachsene Strukturen ein volles Bild ergeben.

Der neue Spielplatz im Schönen Graben wird durch eine mit Kletternetzen versehene Brückenführung geprägt. Der Fußgängersteg wird in das Spielkonzept integriert und die topografische Situation im ehemaligen Stadtgraben wird bewusst mit verschiedenen Kletterstellen eingesetzt. Eine offene Sandspielfläche und ein Karussell vervollständigen das Spielangebot.

Fritz Widmann ist im LGS-Team Projektleiter für die Innenstadt-Gestaltungen und freut sich auf die Umsetzung. „Wir starten jetzt ganz konkret und sammeln weiterhin Ideen, wie wir im Stadtbild präsent sein können. Klar ist: Die LGS soll die Innenstadt grüner erscheinen lassen. Dafür werden wir sorgen.“

Aus der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses wurde in den Lokalzeitungen wie folgt über die Innenstadtthemen berichtet:

Bericht Ipf- und Jagst-Zeitung

Bericht Schwäbische Post

HINTERGRUNDINFO

Die Landesgartenschau wird Ellwangen ein 26 Hektar großes Natur- und Naherholungsgebiet vom Schießwasen bis ans Sportgelände Schrezheim bringen, dafür wird die Geländegestaltung der sogenannten Daueranlage nach den Plänen von relais Landschaftsarchitekten Berlin sorgen. Aber auch in der Innenstadt soll und wird die Landesgartenschau in Ellwangen 2026 präsent sein und Wirkung erzielen. Schon im Architekturwettbewerb zur Daueranlage wurden deshalb Ideen und Anregungen gesammelt und für den Korrespondenzbereich ein Sonderpreis ausgelobt. Diesen erhielt das Münchner Büro Lohrer-Hochrein, das in der Folge einen ganzen Maßnahmenkatalog erarbeitet hat, was baulich mit der Handschrift der LGS ertüchtigt werden könnte. Unter Abstimmung mit der Verwaltung und dem Gemeinderat wurde der Fokus daraus nach und nach enger gezogen und einzelne Projekte konkreter verfolgt.

Der Kinderspielplatz im Schönen Graben wird umgestaltet.
Netze und Kletterstrukturen sollen die Topografie des Grabens spielerisch aufgreifen.
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DELEGATION AUS LANGRES AUF DER LGS-BAUSTELLE

11|2023 EINE DELEGATION AUS LANGRES (FRANKREICH) HAT SICH DIE LGS VORSTELLEN LASSEN

Eine umfangreiche Führung durch die Stadt hat eine Besucher-Delegation aus der französischen Partnerstadt Langres beim Besuch in Ellwangen erhalten. Die Gruppe um Bürgermeisterin Anne Cardinal und den Vorsitzenden des Partnerschafts-Komitees, Jean-Claude Michel machte dabei in Begleitung von Oberbürgermeister Michael Dambach, Bürgermeister Volker Grab, Kulturamtsleiter Dr. Anselm Grupp und Stadtführerin Ruth Julius auch Station auf dem Baustellengelände zur Landesgartenschau 2026. Geschäftsführer Stefan Powolny stellte das Großprojekt und den Bau der Daueranlagen bei einem Spaziergang über die Baustelle vor. Erste Ideen für eine Präsenz der Partnerstadt im Ausstellungshalbjahr wurden auch schon ausgetauscht. Der gelungene Austausch weckt Vorfreude über die gegenseitige Impulse dieser lebendigen Partnerschaft.

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DER UMBAU DES CAMPINGPLATZ BEGINNT

11|2023 DIE UMBAUMAßNAHMEN DES CAMPINGPLATZES IM LGS-AREAL BEGINNEN. WIEDERERÖFFNUNG IST IM FRÜHJAHR 2025 GEPLANT

Der städtische Ellwanger Campingplatz – als „Natur- & City-Camping“ betrieben von den Pächtern Ralf Maihöfer und Wolfgang Lutz – wird grundlegend saniert und umgebaut. Die Arbeiten, die die Stadt Ellwangen im Zuge der Geländegestaltung zur Landesgartenschau Ellwangen 2026 mit umsetzt, beginnen ab Montag, 13. November, und werden von der Ellwanger Firma Hans Fuchs Bauunternehmen ausgeführt.

Um während der Saison 2023 einen möglichst ungestörten Betrieb des Platzes zu ermöglichen, wurden geplante Baumentnahmen in diesem Bereich aufgeschoben, die nun ausgeführt werden. Die Baumfällungen sind im Bereich des alten Jagstverlaufs unvermeidlich, um den neuen Flusslauf zu ermöglichen. Dabei werden die Stämme mit Baggern umgedrückt, um sie mit Wurzelstock und Astwerk entnehmen zu können. Die Stämme werden dann bei der Ufergestaltung der Jagst wieder eingebaut. Die prägenden Bäume in der Mitte des Platzes bleiben erhalten und Teile der Wildheckenpflanzen – rund 600 Quadratmeter – werden in den Bereich des Auenparks im Grenzbereich zum Gewerbegebiet Mühlgraben verpflanzt.

In der kommunizierten Bilanz der Veränderung des Baumbestandes sind die Entnahmen bereits berücksichtigt. Mit über 1000 neu zu pflanzenden Bäumen wird sich der Baumbestand im LGS-Areal um rund 800 erhöhen gegenüber dem Stand vor den Bauarbeiten, darüber informiert die LGS Ellwangen GmbH 2026 in einer Pressemitteilung.

Auf dem Campingplatz werden ein neues Rezeptions- und Technikgebäude sowie eine Toilettenanlage errichtet. Auch die Stellplätze werden neu geordnet und überarbeitet. Das Campingplatz-Gelände wird künftig in östlicher Richtung direkt bis ans Grundstück des Ellwanger Wellenbad ausgedehnt. Bereits im Frühjahr 2025 planen die bisherigen Pächter, den neuen Campingplatz wieder in Betrieb zu nehmen.

Luftaufnahme vom Campingplatz in seinem aktuellen Zustand.
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DIE JAGSTSCHLAUFEN NEHMEN GESTALT AN

10|2023 WIE DAS REGIERUNGSPRÄSIDIUM STUTTGART MIT VIEL WISSEN DER NATUR RAUM ZUR ENTFALTUNG SCHAFFT

Viel Erde wird derzeit auf dem künftigen Areal der Landesgartenschau 2026 in den Ellwanger Jagstauen vor Schrezheim ausgehoben, denn hier entsteht das Herzstück der naturnahen Umgestaltung: Die Jagst wird aus ihrem begradigten, mit Ufersteinen verbauten Bett befreit, erhält neue Schlaufen und damit einen rund 600 Meter längeren Flusslauf. „Wir wollen dabei aber kein gleichmäßig vor sich hinfließendes Gewässer“, sagt Melchior Rettenmeier. Der Flussmeister des Regierungspräsidiums Stuttgart (RPS) ist für die Renaturierung zuständig. „Ökologischer Wasserbau ist eine lebendige Baustelle. Wir wollen, dass der Fluss arbeiten kann!“

Der neue Verlauf der Jagst wird deshalb mit Prall- und Gleithängen definiert, die mal fester und mal weniger fest verbaut sind. Über Gleithänge kann das Wasser fließen und so Material mitnehmen oder anschwemmen. Dazu wird ausgehobener Flusskies aus der Jagstaue neu positioniert und als Materiallager aufgeschüttet. Fast das gesamte Gestaltungsmaterial werde vor Ort gewonnen und so neu genutzt. Steilere Prallhänge bieten mehr Widerstand, werden vom Wasser über längere Zeit verändert. Nur ausgewählte Schleifen, die den Korridor des Flusslaufes begrenzen sollen, werden mit eingebauten Holzstämmen zusätzlich befestigt. „Hier wollen wir die Ausdehnung des Flusses begrenzen, um beispielsweise den Wegebau klar definieren oder Brücken planen zu können“, erklärt Rettenmeier.

Dabei kommt das sogenannte „engineered log jam“-Verfahren zum Einsatz, bei dem ganze Baumstämme, teilweise samt Wurzelballen, natürlichen Anschwemmungen nachempfunden in die Ufer eingebaut werden. Sie leiten das Wasser, bilden Angriffsflächen für Verwirbelungen und zudem schattenspende Unterspülungen und Fischunterstände, erläutert Rettenmeier. „Das werden langfristig lebende Hänge“, sagt er. Schon jetzt erkennt man bei einigen Konstruktionen frisch sprießendes Grün an den Stämmen.

Im neuen Flussbett ist aber noch mehr geschehen: Es wurden mit Stein und Holz Buhnen angelegt, die als Strömungslenker für das umfließende Wasser dienen. Hinter den Buhnen werden sich tiefere Kolke bilden, vor den Buhnen können Kiesbänke angeschwemmt werden, beides sind begehrte Lebensräum unterschiedlicher Tierarten. „Wir wollen Dynamik im Fluss und dass es überall ausreichend Sauerstoff gibt. Wir wollen Strukturen schaffen für alle Lebewesen.“ Orientierung liefere dabei ein „Fischökologischer Leitfaden“. So werde sich die Biodiversität erhöhen und der Fluss von hier typischen Fischarten besetzt. Auch an Käfern, Insekten, Fledermäusen, Vögeln und anderen Tieren ließen sich die ökologischen Verbesserungen nachvollziehen, am einfachsten sei es aber am Fischbesatz abzulesen, sagt der Experte.

Die Veränderung der Natur am Fluss werden nun durch den Menschen initiiert, sie werden aber noch Jahrzehnte dauern. „Die Entwicklung der Aue wird Jahre und Jahrzehnte dauern, das Bild des Flusses sich auch immer wieder ändern“, sagt Rettenmeier. Das in einem natürlichen Naherholungsidyll direkt vor der Haustüre erleben zu können, sei ein besonderer Reiz und großer Mehrwert für Ellwangens Bürgerschaft, ist Rettenmeier sicher. „Man sieht es ja auch an den renaturierten Bereichen an Brenz oder Kocher: Das sind Orte, an denen sich die Menschen gerne aufhalten.“

ÜBER DAS PROJEKT

Die naturnahe Umgestaltung der Jagst bei Ellwangen im Zuge der Geländegestaltung zur Landesgartenschau 2026 ist ein Renaturierungsprojekt des RPS als „Eigentümer“ der Jagst als Gewässers Erster Ordnung. Umgesetzt wird die Maßnahme im Zuge der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die die Ertüchtigung der europäischen Binnengewässer zum Ziel hat. Die Arbeiten, die im LGS-Gelände unmittelbar am Flusslauf geschehen, werden vom Land mit bis zu zehn Millionen Euro finanziert. Die LGS Ellwangen 2026 GmbH führt im Auftrag des RPS nach den Plänen des Berliner Büros relais Landschaftsarchitekten das Großprojekt aus. Die Firma Brandt-Gerdes-Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH hat die Gestaltungspläne des Flussumbaus erstellt und führt die Bauleitung in diesem Bereich aus.

 

Melchior Rettenmeier zeigt die Einbauten von Totholz als "engineered log jam": Eine der Natur nachempfundene Uferbefestigung.
So sehen die neuen Jagstschlaufen derzeit aus der Vogelperspektive aus.
Überhänge dienen den Fischen als Unterstand.
Bühnen sorgen für Bewegung im Wasser.
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„WIN-WIN“ MIT DEN AUENBÖDEN

09|2023 AUSHUB AUS DEN NEUEN JAGSTSCHLAUFEN WIRD IN GROSSEN TEILEN VOR ORT WIEDERVERWENDET

Bei den Bauarbeiten zur Geländegestaltung der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen stehen die Planer bei der Umsetzung immer wieder vor großen Herausforderungen. Schließlich soll das Großprojekt auch in Sachen Nachhaltigkeit, also in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales, Vorzeigecharakter entwickeln. „Wir haben ein Bodenschutzgesetz und das ist gut. Die Frage ist aber, wie man es bei so großen Baustellen wirtschaftlich umsetzt“, umreißt Stefan Powolny, städtischer Geschäftsführer der LGS Ellwangen 2026 GmbH, die Herausforderung, die in Ellwangen dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den örtlichen Landwirten in einer „Win-Win-Situation“ münde, von der alle Seiten profitieren. Wie das gelingt wurde bei einem gemeinsamen Pressetermin erläutert.

Maßgeblich beteiligt ist in allen Fragen des Bodenmanagements das Büro Regioplus Ingenieure, das die gesamte LGS-Baustelle mit diesem Fokus begleitet. Geschäftsführer Jörg Schneider betont, dass es „einem Skandal“ gleichkäme, all das gute und über tausende von Jahren entstandene Erdmaterial einfach irgendwo zu deponieren. „Der Boden ist ein Buch über die Landschaftsgeschichte“, sagt der Experte, der die Qualitäten der mit gewachsenen Hohlraumsystemen und Milliarden von Mikroorganismen besetzten Erdbrocken erläuterte. Sie bilden die Grundlage für organisches Wachstum und haben eine hohe Wasseraufnahmefähigkeit. So seien nicht nur die obere Humusschicht, sondern auch der kulturfähige Unterboden wertvolle Materialien, die Pflanzenwurzeln, Bakterien, Pilze und Tiere beherbergten. „In einem Faust-großen Brocken leben mehr Mikroorganismen als Menschen auf der Welt“, sagt der Ingenieur.

Das Erdmaterial wird seit einigen Wochen auf die Flächen der Landwirtschaft rund um Schrezheim ausgefahren, dort in 25 bis 30 Zentimeter hohen Schichten ausgebracht und mit dem bestehenden Boden mittels Tiefenlockerer an der Planierraupe miteinander verbunden. „So entsteht ein neues Hohlraumsystem, in das Pflanzen wurzeln können. Rund 15 000 Kubikmeter wurden bisher auf diese Weise wiederverwendet. Hubert Kucher, Schrezheimer Landwirt und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, ist überzeugt vom Projekt, das perspektivisch die Bodenflächen aufwerte. Für drei Jahre haben die Bauern zugesagt, die tiefwurzelnde Luzerne, eine Klee-Pflanze, anzubauen, um die Bodenstruktur dauerhaft zu festigen. „Wir müssen zusätzlich für Pflege und Düngung investieren, um den Boden ertragreich zu machen.“ Deshalb erhalte man Entschädigungszahlungen von der LGS, die aber weit unter der Alternative einer Deponierung lägen, wie Powolny bestätigt.

Weitere bisher rund 16 000 Kubikmeter weniger hochwertigen Aushubs wurden zudem bei der Errichtung eines Lärmschutzwalls im Industriegebiet Neunheim eingebaut. Wolfgang Baur, Leiter des Amts für Liegenschaft und Steuern, ist maßgeblicher Koordinator und dankt auch den Landwirten, die durch Verkäufe der Flächen der Jagstaue praktisch erste Wegbereiter für die LGS gewesen seien. „Eine Deponierung des Aushubs wäre auch ökologisch völliger Nonsens“, sagt er, dankbar für die gute Zusammenarbeit zur ortsnahen Wiederverwendung.

Kucher lobt auch das ausführende Wasserbau-Unternehmen „Zehe“, das die Ausfuhr mit Traktoren anleitet. „Die Fahrer nehmen wirklich Rücksicht und sind bemüht. Natürlich sorgen die vielen Fahrten auch für Belastungen. Aber man muss das Ende im Blick haben: Die Landesgartenschau in Ellwangen wird wirklich toll, davon bin ich überzeugt.“

Beim Pressegespräch haben wir das Thema erläutert. So wurde berichtet:

Ipf- und Jagst-Zeitung

Schwäbische Post

 

 

So sehen die neuen Jagstschlaufen derzeit aus der Vogelperspektive aus.
Gruppenfoto beim Pressegespräch auf dem Feld (von links): Zahra Eslamikhah (Regioplus Ingenieure), Hubert Kucher (Kreisvorsitzender Bauernverband), Jörg Schneider (Rergioplus Ingenieure), Wolfgang Baur (Leiter Amt für Liegenschaften) sowie Stefan Powolny und Jan Fischer (LGS Ellwangen 2026 GmbH).
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